Sonntag 20. Mai 2012

Inhalt:

Visionen
31.08.2011

Politische Ziele der AKS Niederösterreich


Für ein sozial gerechtes, demokratisches, effizientes & angstfreies Bildungssystem!

Gemeinsame Schule der 6 - 14 Jährigen, damit Bildungschancen nicht vom Elternhaus abhängen:

BildungsexpertInnen predigen es seit Jahren und nun zeigen auch die Ergebnisse der PISA Studie nur allzu deutlich: Der Bildungsstand der Eltern beeinflusst maßgeblich die Bildungschancen der Kinder. Es ist erwiesen, dass 45% der SchülerInnen die eine Hauptschule besuchen, aus Haushalten mit weniger als 1.500 Euro Monatseinkommen stammen. In der AHS Unterstufe sind es lediglich 18%. Die Chancen für SchülerInnen aus Akademikerhaushalten in eine AHS zu gehen liegen bei 79%, haben die Eltern jedoch nur einen Pflichtschulabschluss, liegen sie nur bei 10%. Diese Fakten beweisen, dass die Trennung in Hauptschule und Gymnasium nicht etwa die unterschiedlichen Bedürfnisse der SchülerInnen fördert, sondern nur soziale Ungerechtigkeiten weiter vertieft. Deshalb ist eine gemeinsame Schule der 6 - 14 Jährigen, die sich an den individuellen Bedürfnisse der SchülerInnen orientiert, unabdinglich.


Standardisierte pädagogische Ausbildung:


Durch überforderte Lehrkräfte ohne angemessene Aus- und Weiterbildung und veraltete Lehrmethoden wird sich die Situation in den österreichischen Schulen nicht bessern. Deshalb braucht es eine einheitliche, fundierte Ausbildung für alle Lehrkräfte. Diese soll deutlich mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen 2 Semester beinhalten und den angehenden LehrerInnen pädagogische Kompetenzen und sinnvolle Lehrmethoden vermitteln, sowie sie bestmöglich auf den Schulalltag vorbereiten.


Entwicklung neuer Lehrmethoden:



Eintöniger Frontalunterricht war vor 50 Jahren ebenso sinnlos wie heute. Um Schülerinnen und Schülern Inhalte bleibend zu vermitteln, braucht es moderne Lehrmethoden bei denen SchülerInnen die Freude am Lernen wieder finden.

Die beste Vorraussetzung für einen Schulalltag bei dem Lernen Spaß macht ist Partizipation. Deshalb ist es wichtig, die SchülerInnen aktiv bei der Auswahl der Lehrmethode mitentscheiden zu lassen, denn jede und jeder weiß am besten wie er oder sie am effektivsten lernt.


Für ein gerechtes Bildungssystem in einer gerechten Gesellschaft:


Die Ungerechtigkeiten im Österreichischen Bildungssystem kommen natürlich nciht von irgendwo her. Der Alltag an unseren Schulen spiegelt den Alltag in unserer Gesellschaft wieder: Einkommen und sozialer Status tragen wesentlich zu Aufstiegschancen bei, ebenso ethnische Herkunft und das Geschlecht. Um in einer gerechten Gesellschaft zu leben müssen wir ganz unten in der Entwicklung anfangen: bei der Bildung. Eine vollständige Umkrempelung der Gesellschaft passiert natürlich nicht an einem Tag. Gerade deshalb ist es wichtig, sich auch im kleinen zu engagieren und für ein gerechtes Bildungssystem und damit eine gerechte Gesellschaft zu kämpfen!

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